Über Freunde für Asien

Freunde für Asien e.V.: aus kleinen Anfängen:

„Leben bei den Karen und für die Karen“

 

Wie es anfing ... klein und unscheinbar. Bei meiner ersten Reise nach Südostasien (1985) wurde ich in ein Flüchtlingslager eingeladen und kam in Kontakt mit Flüchtlingen, ihren Nöten und ihrer Hoffnungslosigkeit. Ich lebte einige Tage bei ihnen und versuchte ihnen zu helfen. In den folgenden Jahren besuchte ich sie trotz großer Schwierigkeiten immer wieder und stellte dabei fest, dass den Armen Freundschaft und Anteilnahme  oft mehr bedeuten als Geld und Geschenke. Die Kontakte erweiterten sich in andere sehr abgelegene Grenzgebiete und es entstanden die ersten kleinen Projekte. Durch die Freundschaft zu dem Volk der Karen kam ich in neue, größere Aufgaben hinein und  mitten in ein Kriegsgebiet.

Die ersten 15 Jahre waren meine Lehrzeit; das Volk der Karen, Medizin im Dschungel, Diagnostik ohne Labor, im Dschungel ohne Angst leben usw. Besonderes Augenmerk habe ich in den ersten Jahren auf die Ideen und Initiativen der Einheimischen gerichtet und sie gefördert. Als Freund kann ich  ihre Ideen verstehen, zu kleinen Projekten Starthilfe geben und sie im Rahmen meiner Besuche auswerten und verbessern helfen: nicht als Entwicklungshelfer, der anderen sagt, was sie tun sollen, sondern als Freund, der betroffen ist und engagiert mitüberlegt, bei ihnen lebt und mit ihnen arbeitet.

Seit der großen Offensive der burmesischen Militärs 1997 leben mehrere 100,000 Flüchtlinge unter schwierigsten Bedingungen ein entbehrungsreiches und hoch gefährdetes Leben tief im Dschungel. 2002 und 2003 lernte ich in Lilongwe/Malawi tropische Augenheilkunde und begann, mit Augenoperationen den Blinden zu helfen.

Die Lehrzeit ist zu Ende und trotzdem bleibe ich ein Lernender. Die Einsätze über die Grenze ins Kriegsgebiet sind Notwendigkeit und Herausforderung. Sie öffnen den Blick für neue Aufgaben und Wege: Basisversorgung der Flüchtlinge durch mobile kleine Kliniken; Integration von Pflanzenheilkunde des Dschungels; Hilfen für Blinde und Sehbehinderte; Kataraktchirurgie im Dschungel; Rehabilitation von Minenopfern; Wasserversorgung; Hilfen für die vielen Kriegswaisen; Schulung der Mitarbeiter einschließlich operativer Leistungen; Selbstversorgungskonzepte für Mitarbeiter usw.

     

 Am 31.12.1987 wurde der Verein

FREUNDE FÜR ASIEN E.V.

in Coburg in das Vereinsregister unter der Nr. 590 eingetragen

und am 16.3.1988 wurde durch das Finanzamt Coburg

die Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit anerkannt.

 

„Es ist viel Speise in den Äckern der Armen;

aber wo kein Recht ist, da ist Verderben.“

Sprüche 13, Vers 23

 

Im Jahr 2002 lernten wir Yah Bluh Doh kennen, einen 8 jährigen Karenjungen mit einem riesigen Nasentumor, in den sich im Laufe der Jahre Gehirngewebe verlagert hatte. Durch die Hilfe der thailändischen Prinzessin Sirindhorn konnte der Junge in Chiang Mai operiert werden. Leider starb er eine Woche nach der Operation an postoperativer Hirnhautentzündung. Yah Bluh Doh zeigte uns stellvertretend für viele die Situation der Kinder im Kriegsgebiet, die von Gefahren umgeben sind, besonders durch Unterernährung, akuten und chronischen Erkrankungen, Lungenentzündung, Malaria, Magen-Darm Infektionen und die unzureichende medizinische Versorgung.

 

Seit der großen Offensive der burmesischen Militärs 1997 leben mehrere 100 000 Flüchtlinge unter schwierigsten Bedingungen ein entbehrungsreiches und höchst gefährdetes Leben tief im Dschungel. 2002 und 2003 lernte ich in Lilongwe/Malawi tropische Augenheilkunde und begann, mit Augenoperationen den Blinden zu helfen.

 

Die Lehrzeit ist zu Ende und trotzdem bleibe ich ein Lernender. Die Einsätze über die Grenze ins Kriegsgebiet (seit einigen Jahren friedlich) sind Notwendigkeit und Herausforderung. Sie öffnen den Blick für neue Aufgaben und Wege: Basisversorgung der Flüchtlinge durch mobile kleine Kliniken; Hilfen für Blinde und Sehbehinderte; Kataraktchirurgie im Dschungel; Rehabilitation von Minenopfern;  Schulung der Mitarbeiter einschließlich selbständiger operativer Leistungen; Selbstversorgungskonzepte für Mitarbeiter; Kurzeinsätze für Augenchirurgie und Allgemeinchirurgie; usw.

 

Projekt 1:

Versorgung der Zivilbevölkerung im Dschungel durch mobile kleine Kliniken.

( 2017: 6 Kliniken; ca. 60 Mitarbeiter; ca. 30,000 Patienten pro Jahr; ca. 35 000 € p.J.).

Projekt 2:

Versorgung der Fehlsichtigkeit durch mobile Optikerwerkstätten

( 2 Werkstätten, ca. 500 Brillen pro Jahr).

Projekt 3:

Zahlreiche Schulungsprojekte für Einheimische: Basismedizin, Kriegsverletzungen, Basis­augenheilkunde, Training in klinischer Medizin, Labormedizin, Intensivmedizin, Anästhesie, Chirurgie. (2017: 10 000 €)

Projekt 4:

Kataraktchirurgie und Schulung von einheimischen Mitarbeitern. Durchführung von 4 Augencamps pro Jahr. Operation zahlreicher Blinder und schwerst Sehbehinderte: Katarakt, Glaukom, Trauma. (ca. 400 Augenoperationen pro Jahr).

Projekt 5:

Schulung von zahnärztlichen Mitarbeitern.

Projekt 6:

Hörgeräte; Anpassung für Schwerhörige und Taube.

Projekt 7:

Ultraschalltraining für einheimische Mitarbeiter zur Erkennung der wichtigsten Notfälle im Bauchraum und Auge. 2016: 2 Ultraschallgeräte angeschafft

Projekt 8:

1 chirurgisches Camp pro Jahr für ca. 8 Tage. 2017: 61 Operationen

 

 

 [Die Gesamtkosten aller Projekte liegen aktuell (2017) bei ca. 60 000 € pro Jahr]

   

Spendenkonten Verein Freunde für Asien e.V.: VR-Bank Coburg eG • Konto-Nr. 45 34 0 34 • BLZ 783 600 00 • BIC GENODEF1COS • IBAN DE46 7836 0000 0004 5340 34
Sparkasse Coburg-Lichtenfels Konto Nr. 781 088 • BLZ 783 500 00 • BIC BYLADEM1COB • IBAN DE66 7835 0000 0000 7810 88 • Steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen werden gerne erstellt.